Projektskizze
Was Arbeitgeberattraktivität wirklich stärkt
Branche: anonym
Ausgangssituation
Die Geschäftsführung plant eine Mitarbeitendenbefragung, um ein klares Bild davon zu gewinnen, wie stark die Mitarbeitenden an das Unternehmen gebunden und wie zufrieden sie sind. Gleichzeitig soll die Befragung zeigen, wie attraktiv das Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird – und an welchen Stellschrauben angesetzt werden kann, um Zufriedenheit, Bindung und Arbeitgeberattraktivität weiter zu stärken.
Vorgehen
Für die Befragung wird ein Fragebogen entwickelt, der Zufriedenheit, Bindung und Arbeitgeberattraktivität ebenso erfasst wie mögliche Einflussfaktoren. In der anschließenden Analyse wird untersucht, welche Faktoren tatsächlich einen Unterschied machen: Was beeinflusst die Weiterempfehlungsbereitschaft der Mitarbeitenden – und an welchen Stellschrauben lohnt es sich anzusetzen, um die Arbeitgeberattraktivität gezielt zu stärken?
Insights
Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Für die Bindung und Arbeitgeberattraktivität sind weniger die unmittelbar erlebbaren Faktoren wie die eigene Tätigkeit, Vergütung oder direkte Führung ausschlaggebend. Stärker ins Gewicht fallen übergeordnete Faktoren: Vertrauen die Mitarbeitenden dem Management? Erleben sie die strategische Ausrichtung als klar und nachvollziehbar? Und nehmen sie die Führungsmannschaft als geschlossene Einheit wahr?
Damit bestätigt sich auch in dieser Befragung ein Muster, das wir aus anderen Mitarbeitendenbefragungen kennen: Bindung entsteht nicht allein im direkten Arbeitsumfeld. Entscheidend ist auch, ob Mitarbeitende Vertrauen in die Organisation und ihre Führung haben und wissen, wohin sich das Unternehmen entwickeln will.
Gleichzeitig zeigt sich eine wichtige Besonderheit beim Thema Führung: Insgesamt hat die direkte Führung keinen starken Einfluss auf die Arbeitgeberattraktivität. Wo Führung jedoch deutlich kritisch bewertet wird, sind auch Zufriedenheit und Bindung niedrig – und damit wird konkreter Handlungsbedarf sichtbar.
