Skip to content
Projektskizze

Mitarbeitendenbefragung als Impuls für Veränderung

Ausgangssituation

Ein international tätiges Industrieunternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitenden befindet sich seit Jahren auf Wachstumskurs und zugleich in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess.

Die Geschäftsführung möchte besser verstehen, wie die Mitarbeitenden die aktuelle Situation und die Entwicklung des Unternehmens erleben: Was läuft aus ihrer Sicht gut? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Und welche Themen sind für die weitere Entwicklung besonders relevant?

Um ein umfassendes Bild zu erhalten, wird erstmals eine unternehmensweite Mitarbeitendenbefragung durchgeführt. Sie soll künftig in regelmäßigen Abständen wiederholt werden und damit Entwicklungen über die Zeit sichtbar machen. Von Anfang an ist klar: Die Befragung soll nicht nur den Status quo abbilden, sondern konkrete Ansatzpunkte liefern, um das Unternehmen gezielt weiterzuentwickeln.

Vorgehen

Die erste Mitarbeitendenbefragung konzentrierte sich auf die Hauptgesellschaft mit knapp 1.000 Mitarbeitenden. Dafür wurde ein unternehmensindividueller Fragebogen entwickelt, der Skalenfragen mit offenen Fragestellungen kombinierte.

Besonderes Augenmerk lag neben den Inhalten auf der Gestaltung des gesamten Befragungsprozesses: Wie muss die Befragung im Vorfeld kommuniziert werden, damit möglichst viele Mitarbeitende teilnehmen? Und wie werden die Ergebnisse anschließend so kommuniziert und weiterbearbeitet, dass daraus tatsächlich Wirkung entsteht?

Die Ergebnisse zeigten zunächst viele Stärken: Die Mitarbeitenden identifizierten sich stark mit ihrer Tätigkeit und schätzten die Vorteile eines Familienunternehmens. Gleichzeitig wurden typische „Wachstumsschmerzen“ sichtbar. Strukturen und Personalsituation hielten mit den Anforderungen des Alltagsgeschäfts nicht überall Schritt, was von Teilen der Belegschaft als belastend erlebt wurde.

Darüber hinaus entstand das Bild einzelner „Bereichsinseln“: Die Zusammenarbeit über Bereichsgrenzen hinweg war ausbaufähig. Dabei zeigte sich auch, dass das Zusammenspiel innerhalb der Geschäftsführung eine wichtige Rolle für die Zusammenarbeit in der Organisation spielte.

Follow Up

An die erste Befragung schloss sich ein intensiver Folgeprozess mit unterschiedlichen Dialogformaten an, auf die die Führungskräfte gezielt vorbereitet wurden. So wurde für die Mitarbeitenden sichtbar, dass die Geschäftsführung die Rückmeldungen ernst nimmt und tatsächlich Veränderungen anstoßen möchte.

Ein zentrales Handlungsfeld war die Zusammenarbeit im Unternehmen. Ausgangspunkt war das Zusammenspiel innerhalb der Geschäftsführung. Darauf aufbauend wurde eine umfassende Kulturinitiative gestartet, die die bereichsübergreifende Zusammenarbeit im gesamten Unternehmen in den Blick nahm.

In einer erneuten Mitarbeitendenbefragung wurde einige Zeit später überprüft, was sich seitdem verändert hatte. Gleichzeitig wurde die Befragung auf weitere Unternehmenseinheiten ausgeweitet.

Der Vergleich zeigte eine deutliche Entwicklung: Zentrale Werte für Zufriedenheit und Bindung hatten sich signifikant verbessert. Auch die Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit als wichtiger Indikator für die Arbeitgeberattraktivität war um 10 % gestiegen.

Damit machte die Wiederholungsbefragung sichtbar, dass sich parallel zur intensiven Kulturarbeit auch zentrale Kennzahlen deutlich verändert hatten. Kulturentwicklung blieb also nicht nur im subjektiven Erleben oder in einzelnen Maßnahmen sichtbar – die Entwicklung zeigte sich auch in den Ergebnissen der Mitarbeitendenbefragung.

mail@goldpark.deTel: +49(0)511 - 9999 540-0